Die Top Reiseziele in Chile

Die Top Reiseziele in Chile

Die República de Chile ist ein Land, das Weltenbummler und Backpacker magisch anzieht, um einen außergewöhnlichen Urlaub zu erleben. Durch seine geografische Lage am Westrand Südamerikas und den Anden hält dieses zauberhafte Land unterschiedlichste Landschaften sowie Klimazonen bereit. Von Kolonialzeit, Salpeterkrieg, Weltkriegen, Diktatur und Redemokratisierung geprägt, bietet sich Reiselustigen und Abenteuerhungrigen eine vielseitige Auswahl unterschiedlicher Reiseangebote. Von Badeurlaub über Sporturlaub, Kulturreise bis hin zu actiongeladenem Aktivurlaub mit Wandern, Snowboarden, Skifahren und Klettertouren sowie Ausflügen in eine der faszinierenden Wüsten weltweit ist in diesem Land alles möglich. Wir laden Sie ein auf eine kleine Entdeckerreise, bei der wir Ihnen die Top Reiseziele Chile vorstellen und Ihnen erste Einblicke in ein südamerikanisches Land gewähren, welches bei allen Reisenden tiefe Eindrücke hinterlässt.

Miscanti-Lagune Chile

Miscanti-Lagune Chile

Chile: Geografische Lage & einige Infos über das Land

Im Jahre 2015 schätze man die Einwohnerzahl auf etwa 18 Millionen. Die Amtssprache ist Spanisch; die Hauptstadt ist Santiago de Chile. Der Lebensstandard ist im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Staaten sehr gut, denn Chile´s Pro-Kopf-Einkommen ist eins der höchsten im lateinamerikanischen Raum.

Das langgestreckte Land zwischen Pazifik und Atlantik

Der südamerikanische Staat erstreckt sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von circa 4.200 Kilometern, erreicht jedoch im Durchschnitt lediglich eine West-Ost-Ausdehnung von höchstens 200 km. Wegen dieser außergewöhnlichen und sehr eigenen Form wird Chile auch als “das lang gestreckte Land” bezeichnet, denn es verläuft über eine beachtliche Länge und bildet den schmalen Landstrich westlich am Cono Sur, dem Südkegel Amerikas.

Seine nördlichste Grenze teilt sich Chile mit Peru. Im Nordwesten liegt das Nachbarland Bolivien. Beide Länder sind über eine Distanz von 861 Kilometer Nachbarn. Doch die längste Grenze verläuft zwischen Chile und Argentinien. Die Landesgrenze beider südamerikanischer Staaten erstreckt sich über eine Länge von 5308 km und mündet bis in die Magellanstraße im südlichsten Südamerika. Argentinien nimmt somit den östlichen Teil des Südkegels Cono Sur ein.

Ein Guanaco

Ein Guanaco

Im Westen wird die Küste Chiles vom Pazifik umspült; die Südspitze mündet westlich in den Atlantik hinein. Chiles spektakuläres Landschaftsbild ist geprägt durch die Anden, denn der gesamte südamerikanische Staat liegt im Westen am Hang der Andenkordillere.

Klimazonen Chiles

Klimatisch werden drei Zonen unterschieden. Fauna und Flora werden durch das jeweilig vorherrschende Klima beeinflusst. Im nördlichen Chile sind zahlreiche hohe Berge und die Atacamawüste vorzufinden. Aufgrund der oft jahrelang ausbleibenden Niederschläge zählt die chilenische Wüste zu den trockensten Regionen der Erde. Dementsprechend wenig Pflanzen gibt es dort, die dem trockenen Wüstenklima gewachsen sind. Die Wüste in Nordchile ist jedoch bekannt für seine einstigen Salpetervorkommen. Das Klima in Mittelchile ähnelt dem des Mittelmeerraums. Im Verlauf von Nord nach Süd finden sich zunehmend mehr Pflanzenarten. Im Verlauf von Wüste über Steppe bis hin zu Nebelwäldern und gemäßigtem Regenwald im niederschlagsreichen Südchile gibt es also mehrere Vegetationsformen.

Santiago de Chile – das erste der Top Reiseziele Chile

Als sogenannte Primatstadt ist die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile Heimat von mehr als einem Drittel aller Chilenen. Im Stadtgebiet sind knapp 5,4 Millionen Menschen beheimatet; in der Region der Metropole waren es im Jahre 2009 um die 8 Millionen. Dies entspricht einem Gesamtbevölkerungsanteil von etwa 44 %. Santiago de Chile ist nicht nur die bedeutendste und bevölkerungsreichste Stadt Chiles, sondern auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht der Dreh- und Angelpunkt des lateinamerikanischen Staates.

Blick über Santiago de Chile

Blick über Santiago de Chile

Die Stadt liegt am Fluss Rio Mapocho und ist in einem Talkessel angesiedelt; eingebettet von Aconcagua-Tal, Rancagua-Becken und den Anden. Die areá urban, das Stadtgebiet, erstreckt sich über 641,4 Quadratkilometer und betrachtet man sich Luftbilder der lateinamerikanischen Metropole, zeigt sich, dass die urbane Bebauung bis in die Gebirgsausläufer der Anden hineinreicht. Aufgrund der Kessellage ist der Blick auf die Anden oft durch Smog getrübt oder in Gänze im Nebel verloren. Dennoch trüben Auto- und Industrieabgase sowie massive Umweltprobleme nicht die glamourösen Highlights dieser Weltmetropole, die in den Monaten von Oktober bis April mit angenehm warmen Temperaturen unzählige Touristen anlockt.

Die Anreise nach Chile erfolgt meist über den internationalen Flughafen Aeropuerto Internacional Comodoro Arturo Merino Benítez. Von dort aus gelangen Urlauber und Geschäftsreisende entweder per Flugzeug oder per Fernbus in die weiter entfernten Städte des Landes. Das Streckennetz der Überlandbusse ist sehr gut ausgebaut und mit Betten ausgestattete Reisebusse (Bus Cama) sorgen selbst bei längeren Strecken für annehmbaren Reisekomfort.

Die Metro de Santiago

Sie zählt zu den wichtigsten U-Bahn-Netzen innerhalb Südamerikas und gehört auf Ihre Bucket-List, wenn Sie nach Santiago de Chile reisen. Auf dem 103 Kilometer langen Streckennetz liegen 108 U-Bahn-Stationen, die öffentliches Nahverkehrsnetz und Kunst vereinen. Der Künstler Mario Moral malte auf eine große Wand der U-Bahn-Station Universidad de Chile großflächig die Geschichte des lateinamerikanischen Landes auf. Auch in weiteren U-Bahn-Stationen verschönern künstlerische Projekte Bahnhöfe der Metro de Santiago. Unbedingt sollten Sie mit der Bahn Linie 1 zur Station La Moneda fahren. Dort erhellen beleuchtete Wandmalereien die ansonsten dunkle U-Bahn-Haltestelle.

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Santiago de Chile

Die Landeshauptstadt ist kulturell sehr stark von der Kolonialzeit geprägt; gleichzeitig ist Santiago aber auch eine Hochburg moderner Künstler. Neben dem 1857 eröffneten Teatro Muncipal gibt es in der Stadt eine attraktive Auswahl an kulturellen Angeboten wie etwa das Teatro Universidad de Chile, in welchem das chilenische Sinfonieorchester spielt. Zahlreiche kleine Theater führen nationale sowie internationale Stücke auf. Charakteristisch sind auch chilenische Gruppen, die Straßentheater auf öffentlichen Plätzen und in Parks aufführen.

Bedeutsame Gebäude der Hauptstadt

Chile ist ein Land mit bewegter Geschichte. Doch landesweit gibt es im Vergleich mit anderen historischen Ländern nur wenige alte Bauten, die noch erhalten sind. Immer wieder erschüttern Erdbeben das Land und die Erdbeben fordern ihre Tribute.

In Santiago gehören

  • die Catedral Metropolitana de Santiago an der Plaza de Armas
  • der Präsidentenpalast und heutige Regierungssitz La Moneda
  • die Hauptpost Correo Central, ebenfalls an der Plaza de Armas
  • der Justizpalast Palacio de Tribunales am Plaza Montt
  • die älteste, noch erhaltene Iglesia San Francisco im Barockstil

sowie der Palacio de la Real Audiencia, in dem heute das Historische Museum untergebracht ist, zu den bedeutsamsten historischen Gebäuden, die von Touristen besichtigt werden. Zu diesen zählt auch der Gran Torre Costanera. Mit seinen 300 Metern ist er nicht nur ein Wolkenkratzer, sondern zugleich auch das höchste Gebäude in Lateinamerika.

der Wolkenkratzer Gran Torre Santiago in Chile

der Wolkenkratzer Gran Torre Santiago in Chile

Museen der Stadt Santiago

Zu den wichtigsten Museen der Stadt zählt das Geschichtsmuseum Museo Histórico Nacional sowie das Nationalmuseum der Schönen Künste Museo Nacional de Bellas Artes. Reisende, die sich mit der Kultur des Reiselandes beschäftigen wollen, sollten bei der Chile-Reise unbedingt dem Museo Chileno de Arte Precolombino einen Besuch abstatten. Das chilenische Museum für präkolumbische Kunst beherbergt bedeutsame Exponate, welche Kultur und Historie Südamerikas darstellen. Einige der Exponate sind mehr als 5000 Jahre alt und nehmen somit in der Menschheitsgeschichte eine außerordentlich bedeutsame Stellung ein.

Die schönsten Parks in Santiago de Chile

Die Landeshauptstadt ist nicht nur außerordentlich bevölkerungsstark, sondern hat als das bedeutsamste aller Top Reiseziele Chile auch wunderschöne Parks, die Sie auf Ihrer Chilereise sehen sollten.

Allen voran ist der Cerro San Cristóbal zu erwähnen, der auf einem Hügel inmitten des Stadtzentrums angesiedelt ist. Es erwartet Sie eine wahre Grünoase, die von zahlreichen Brunnen und Denkmälern gesäumt ist. Bereits im Eingangsbereich vermittelt der pompöse Neptunbrunnen einen ersten Eindruck dessen, was es in dieser fantastischen Parkanlage zu bewundern gibt. Der Marsch zur Festungsruine Castillo Hidalgo lohnt sich. Von hier aus gewährt Ihnen der Park eine atemberaubende Aussicht.

Santiago de Chile

Santiago de Chile

Parque Forestal ist ein Stadtpark, indem sich die Bürger Santiagos es sich an heißen Tagen gut gehen lassen. In Nähe zum Stadtzentrum suchen Einheimische wie auch Urlaubsgäste die Stille der Natur, wenn der Großstadttrubel zu viel wird.

Isla de Pascua – Die Osterinsel

Zwar gehört die Osterinsel geografisch betrachtet zu Polynesien, doch ist sie Chile zugehörig, wenngleich die Insel 3.833 km vom chilenischen Festland entfernt im Südostpazifik liegt. Knapp 6.000 Einwohner leben auf der 24 km langen und 13 km breiten Insel, deren Hauptort Hanga Roa ist. Bei der Insel handelt es sich um einen vulkanischen Gipfel einer ansonsten unterhalb der Wasseroberfläche verlaufenden Vulkankette.

Flora & Fauna der Vulkaninsel

Auf der Insel gibt es hauptsächlich 3 Vulkane, die jedoch erloschen sind. Aufgrund vulkanischer Einflüsse haben sich nur wenige Pflanzen auf der chilenischen Osterinsel behaupten können. Insgesamt zählt man unter 30 indigene Samenpflanzen. Vorherrschend sind Graspflanzen, darunter vor allem Süßgräser. Durch das massive Fällen von ursprünglich angesiedelten Palmen sowie das Kultivieren mit bestimmten Nutzpflanzen wie Süßkartoffeln, Zuckerrohr, Bananen und weiteren tropischen Früchten wurde der Artenbestand hinsichtlich Fauna und Flora stark verändert. Viele heimische Arten sind ausgestorben. Dennoch stellt die Osterinsel ein beliebtes Reiseziel dar, wenn auch der Aufenthalt auf dieser Insel ein eher kostspieliges Vergnügen ist. Schließlich müssen alle Dinge des täglichen Gebrauchs sowie die meisten Lebensmittel über weite Entfernung vom Festland importiert werden.

Moai: Die kolossalen Steinstatuen der Osterinsel

Ein Grund, warum die Osterinsel so gerne bereist wird, dürfte in den riesigen Statuen zu finden sein, die sich in ‘Ahu’ Anlagen (Zeremonialanlagen) über die Insel verteilen. Mindestens 255 Ahu Zeremonialstätten mit einer oder mehreren Moai Statuen sind auf der Osterinsel bekannt. Insgesamt konnte Pater Sebastian Englert 638 Statuen katalogisieren, wenngleich die genaue Anzahl früher höher war. Historiker sind nicht sicher, was es mit diesen kolossalen Statuen aus Stein auf sich hat, wie man sie in ähnlicher Weise auch von Pitcairn, Neuseeland, Bora Bora und Tahiti kennt. Eins steht jedoch fest: Die Statuen auf der Osterinsel sind die größten ihrer Art und damit herausragende Monumentale der Menschheitsgeschichte.

San Pedro de Atacama – Startpunkt für eine Reise in die Atacama Wüste

Wahrscheinlich wäre das 5.600 Einwohner zählende chilenische Dorf San Pedro de Atacama touristisch uninteressant, wenn das Dorf nicht der ideale Startpunkt für eine Reise in oder durch eine der trockensten Wüsten der Erde, die Atacama Wüste, wäre. Im Großen Norden Chiles gelegen kann San Pedro de Atacama per Flugzeug oder meist per Bus vom ca. 100 Kilometer entfernten Ort Calama angesteuert werden. Auch ist die Anreise über die asphaltierte Straße Ruta CH-23 oder aus Richtung Argentinien kommend über Fernstraßen möglich. Es besteht eine direkte Busverbindung von Santiago de Chile in die kleine Wüstenstadt. Die Fahrzeit beträgt ca. 20 Stunden.

Lagunen in der Atacama-Wüste

Lagunen in der Atacama-Wüste

Sehenswürdigkeiten & Freizeitangebote in San Pedro

Das Dorf selbst ist klein und lässt sich gut per pedes erkundigen. Kunsthandwerkermarkt, Souvenirstände und kleinere Läden laden zum Shoppen ein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, denn es gibt zahlreiche Bars, Cafés, Imbissbuden und Restaurants. Ein kleines Museum (Archäologisches Museum Le Paige) sowie die Dorfkirche Iglesia San Pedro bilden die Sehenswürdigkeiten in der Oase. Im Umkreis gelegene Sehenswürdigkeiten lassen sich am besten mit einem Tourveranstalter erkunden. In der Umgebung gibt es für sportliche Urlauber Angebote wie Sandboarden, Downhill, Reiten. Sehr zu empfehlen und mit echtem Abenteuer-Feeling verbunden ist eine geführte Vulkan-Besteigung noch aktiver Vulkane.

Eingeschränkte Bargeldversorgung vor der Wüste

Auf der Reise nach San Pedro de Atacama sollten sie immer genügend Bargeld dabei haben, da der einzige Geldautomat schnell leer ist und Sie ein gut gefülltes Portemonnaie brauchen werden. Sowohl in der Oase, wie auch in der Wüste bieten sich viele Ausflugsmöglichkeiten, zu denen Sie stets reichlich gekauftes Trinkwasser und Sonnenschutz-Produkte mitnehmen sollten. Das Wüstenklima, das für Europäer zumindest bei der ersten Reise eine gänzlich neue Erfahrung darstellt, lässt den Körper schnell austrocknen und die Haut verbrennen.

Chiles Top Reiseziel: Die Atacama Wüste

Zwischen dem 18. und 27. Breitengrad Süd erstreckt sich die Atacama-Wüste, die zwischen der peruanischen Stadt Tacna und der nordchilenischen Stadt Chiles liegt. Die Nord-Süd-Länge der Wüste beträgt somit etwa 1200 Kilometer. In einigen Regionen der Wüste fällt jahrzehntelang kein Niederschlag. Diese Trockenheit wird durch die besondere geografische Lage verursacht. Einerseits liegt die Atacama im Regenschatten der Anden, andererseits bilden sich aufgrund der kalten Meeresströmung (Humboldtstrom) keine Regenwolken, wodurch die trockenste Wüste der Erde quasi niederschlagsfrei ist.

Atacama Wüste - Valle de la Luna

Atacama Wüste – Valle de la Luna

Aufgrund der unmittelbaren Küstenlage erstreckt sich im Küstenbereich häufig Nebel (camanchacas = Küstennebel), weshalb die Atacama zudem als Nebelwüste bezeichnet wird. El Niño, ein bekanntes Klimaphänomen, hat zu Veränderungen des Humboldtstroms geführt, wodurch alle sechs bis zehn Jahre heftige Niederschläge über die Atacama einbrechen, welche die sonst so trockene Wüstenlandschaft für einige Tage in ein Meer aus Blumen verwandeln. Dort, wo sonst gleißend heißer Wüstensand das Landschaftsbild prägt, entfaltet die Desierto Florido (Blumenwüste) sich mit geballter Farbenpracht.

Doch nicht nur wegen der extremen Trockenheit und dem Erblühen der Wüste ist die Atacama weltweit berühmt. Auch die krassen Temperaturunterschiede von 30°C am Tag und bis zu -15°C in der Nacht gehören zu einem der Phänomene der etwa 15 Millionen Jahre alten Atacamawüste. Zudem ist die karge Wüstenlandschaft ein bedeutsamer Wirtschaftsstandort Chiles, denn sie ist reich an Bodenschätzen wie Lithium, Gold, Platin, Kupfer und Silber. Auch Salz (Salar de Atacama) und Trinkwasser werden in der Wüste gewonnen; letzteres durch die Gewinnung aus Küstennebel. Ebenfalls gab es große Vorkommen an Salpeter.

Ausflüge in die Atacama & Highlights

Die chilenische Wüste hält fantastische Überraschungen bereit. Sie bietet unzählige Erlebnisse und Highlights, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen sollten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Ausflug in die Salzwüste Salar de Atacama in der Nähe von San Pedro
  • Flamingos beobachten in einer der Lagunen um Salar de Atacama
  • Mountainbiking in und um San Pedro (Fahrräder können ausgeliehen werden)
  • Sonnenuntergang im Mondtal Valle de la Luna
  • Sandboarding Expeditionen durch trockenen Wüstensand
  • Ausflug zum Geysirfeld am Fuße des Vulkans El Tatio (von San Pedro aus)
  • Abstecher ins Kaktustal & Machuca Village (ebenfalls von San Pedro aus)

Generell sollten Reisende nur mit ortskundiger Führung in die Atacama aufbrechen und unbedingt gehören eine gute Kamera, mehrere Akkus sowie Speicherkarten ins Reisegepäck, denn tagsüber und in den Nächten liefert Chile´s Wüste spektakuläre Fotomotive, die Bilder unvergesslicher Erinnerungen einfangen.

Puerto Natales & Nationalpark Torres del Paine

Im extremen Süden Chiles liegt die Kleinstadt Puerto Natales in Patagonien, dem sogenannten Großen Süden (Sur Grande). Das idyllische Kleinstädtchen in der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena zählt kaum mehr 20.000 Einwohner, aber ist bei Chile-Touristen äußerst beliebt. Obwohl es so wenige Einwohner gibt, verfügt Puerto Natales über einen Hafen sowie den nationalen Airport Teniente Julio Gallardo. Dort kommen nicht nur Reisende an, sondern von dort aus starten sie zu diversen Expeditionen, die bei Chile-Reisen beinahe schon kennzeichnend sind.

Torres del Paine Nationalpark

Torres del Paine Nationalpark

Mit der Fähre gelangt man in die nächstgrößere Stadt Puerto Montt und zu anderen Zielen in der vorgelagerten Inselkette. Außerdem bieten sich Abstecher in die Otway-Bay an, wo Pinguin-Kolonien leben.

Doch das größte Highlight ist zweifelsfrei der Nationalpark Torres del Paine, welcher die Berggruppe Cordillera del Paine umrandet und seit 1978 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt wurde. Dieser ist über die Fernstraße von Puerto Natales gut erreichbar (ca. 80 km).

Der wohl bekannteste Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 2420 km² und ist ein wahrer Schatz der Natur. Flora und Fauna sind artenreich. Zu den tierischen Bewohnern zählen u. a. Guanakos, Andenkondore sowie Gabelhirsche. Bis zu 3000 Meter hohe Berge, große Seen, Gletscher und Fjorde prägen die Landschaft des atemberaubend schönen Parks, dessen höchster Berg der Cerro Paine Grande mit 3050 m ist. Der bekannteste Gletscher ist der Grey-Gletscher.

W-Wanderung

W-Wanderung

Der spanische Name Parque Nacional Torres del Paine ist der indianischen Sprache entlehnt und bedeutet ‘himmelblau’. Somit bezeichnet der Name des Nationalparks die “Türme des blauen Himmels” und diese zeigen sich wahrhaftig auf eindrucksvollste Weise, wenn strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und eine malerische Schneehaube die Wahrzeichen des Nationalparks, die Torres del Paine, teilweise bedeckt.

Puerto Varas: Bei Deutschen sehr beliebt

Nördlich von Puerto Montt und somit in der Región de los Lagos liegt in Südchile die kleine Stadt Puerto Varas, die im Jahre 2002 rund 33.000 Einwohner zählte. An den Norden der Stadt grenzt Chiles zweitgrößter See, der Llanquihue-See. Der spanische Konquistador Pedro de Valdivia entdeckte den chilenischen See im Jahre 1552. Fast 300 Jahre später ließen sich zahlreiche deutsche Einwanderer dort nieder; kurz darauf kam es zur Stadtgründung von Puerto Varas. Nach wie vor sind die Einflüsse der Deutschen präsent. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört daher die deutsche Pfarrkirsche, die einer Kirche im Schwarzwald nachempfunden sein soll. Wegen der unmittelbaren Lage an der Panamericana können nächstgrößere Orte wie Puerto Montt sowie die Vulkane Calbuco und Osorno gut erreicht werden. Puerto Varas bietet selbst ebenfalls einige touristische Highlights, wie etwa die Rosen-Gärten der Stadt. Der naheliegende See sowie die Vulkanlandschaft verwöhnen nicht nur mit traumhaft schönem Panorama, sondern laden auch dazu ein, sich sportlich bei Angeln, Reiten, Bergsteigen, Kajak fahren und Segeln zu betätigen.

Puerto Varas

Puerto Varas

Die Verkehrsanbindung ist nicht nur durch die Anbindung an die Panamericana sehr gut. Denn im 25 Kilometer nahe gelegenen Puerto Montt gibt es einen nationalen Flughafen, der tägliche Flüge von und nach Santiago de Chile sowie Punta Arenas sichergestellt. Möchten Sie durch den lateinamerikanischen Staat reisen und mehr von Land und Leuten kennenlernen, dann empfiehlt sich die Busreise nach Puerto Varas. Zwar fahren die Langstreckenbusse meist in der Nacht und es ist im nächtlichen Dunkel nicht viel zu sehen. Doch die Busreise durch Chile bietet Ihnen die Gelegenheit, auf dem Weg von Santiago nach Puerto Varas bei einem der Zwischenstopps in Valdivia, Osorno und anderen attraktiven Städten ein oder zwei Tage zu verbringen, bevor die Reise Sie weiter durch die Anden-Landschaft führt.

Mit dem Nachtbus von Santiago nach Pucón

Im Kleinen Süden in der Región de la Araucanía am Ufer des Sees Villarrica wächst die 35.000 Einwohner-Stadt Pucón zunehmend zu einem attraktiven Touristikzentrum heran – unmittelbar am Fuße des Volcán Villarica. Hierbei handelt es sich um den aktivsten Vulkan Chiles. Da es gute Busverbindungen von umliegenden Städten, aber auch von Santiago aus gibt, reisen Touristen bevorzugt mit einem der Nachtbusse an. Alternativ besteht die Möglichkeit, nach Temuco zu fliegen und von dort per Bus nach Pucón zu fahren.

Beliebteste Reisezeit, um die Region um Pucón zu erleben, ist die Sommerzeit. Doch Pucón ist ebenfalls ein beliebter Wintersportort. Die vulkanisch geprägte Region hält attraktive Pisten für Wintersportler parat. Unabhängig von der Jahreszeit ist die Besteigung des Vulkans Villarica eine der typischen Aktivitäten der Urlaubsgäste. Um den Vulkan Villarica hautnah zu erleben, sind jedoch die Hinweise der Parkbehörde CONAF zu beachten, da der jüngste Ausbruch in 2015 zu einer Verschärfung der Sicherheitsvorschriften geführt hat.

Pucon

Pucon

Am besten schließen Sie sich einer geführten Tour an, damit Sie sicher in einer kleinen Gruppe (meist Guide mit drei Touristen) den Vulkan erklimmen können. Unabhängige Aufstiege sind je nach Wetter und Vulkanaktivität erlaubt, stehen allerdings unter strengen Auflagen. Nur, wer im Bergsteigen erfahren ist, eine adäquate Ausrüstung sowie die Mitgliedschaft in einem Alpen- bzw. Bergverein nachweisen kann, bekommt die Erlaubnis zum Aufstieg.

Wer weiter Sport, Action und Abenteuer sucht, unternimmt Reitausflüge, leiht sich Mieträder, geht zu Rafting, Hydrospeed, bucht einen Tandemsprung oder stattet den nahe gelegenen spektakulären Wasserfällen Ojos del Caburgua einen Besuch ab. Anschließend geht es zur Entspannung in eine der vielen Thermen. Tolle Thermalquellen finden sich in der Region um Pucón in allen Preislagen.

Inselurlaub im Archipel Chiloé

Isla Grande de Chiloé ist Hauptinsel des Archipels und zugleich die größte Insel von Chile. Chiloé begeistert nach wie vor mit traditioneller Kultur und ist kaum von Einflüssen durch Einwanderer geprägt. In der Kolonialzeit lebten die einheimischen Araukaner mit den Spaniern weitestgehend friedlich miteinander.

Chiloe

Chiloe

Um auf die Insel zu gelangen, erfolgt die Anreise meist per Fähre. Täglich fahren mehrere Busse von Puerto Montt aus über das 40 km entfernte Pargua, wo der Bus mitsamt den Fahrgästen zur Überfahrt auf die Fähre lenkt. Als Sehenswürdigkeiten erwarten Sie auf der chilenischen Insel Chiloé mehrere Kirchen sowie Pfahlbauten und wunderschöne Sandstrände, die allerdings nur wenig Zulauf haben, da die Wassertemperatur selbst im Sommer höchstens 15°C beträgt. Weil es sich aber um ein Seengebiet handelt, gehören Bootstouren und Angeln zu den interessanten Freizeitvergnügen, die ebenfalls ihren Reiz haben.

Das paradiesische Urlaubsziel Valparaíso

Eins der weiteren Top Reiseziele Chile liegt in Mittelchile und trägt den verheißungsvollen Namen Paradiestal. Die Hafenstadt Valparaíso ist seit 2003 dank des historischen Stadtkerns ebenfalls Weltkulturerbe. Das Klima ist mediterran; die Temperaturen sind gemäßigt und bewegen sich meist unter 30°C. Nachts kühlt es deutlich ab.

bunte Häuser in Valparaiso

bunte Häuser in Valparaiso

Die Hügellandschaft, über die sich die Stadt Valparaíso erstreckt, formt das Landschaftsbild charakteristisch. Mit Standseilbahnen und Aufzügen werden die Höhenunterschiede zwischen Hügeln und Tälern bewältigt. Der bekannte Jules Verne, aber auch der Schriftsteller Thomas Mann erkannten schon frühzeitig die Schönheit von Valparaíso, weshalb die Stadt mehrfach Erwähnung in der Literatur, aber auch zum Beispiel in der Musik von Reinhard Mey und Sting fand. Franziskuskirche, der Kongress, Reloj Turm und die Stadt-Aufzüge sind einige der Sehenswürdigkeiten, die beim Sightseeing auf dem Programm stehen sollten.

Valdivia – die fünfälteste Stadt Chiles

Obwohl Erdbeben und Großbrand die Stadtgeschichte von Valdivia nachhaltig beeinflusste, ist Valdivia heute die fünfälteste Stadt Chiles nach Santiago, Valparaiso, La Sera und Concepcion. Das Stadtgebiet nebst Umland ist heute noch geprägt von den deutschen Auswanderern, die ab 1846 Valdivia besiedelten. Bummeln über den Mercado Fluvial sowie den täglichen Fischmarkt, Schiffsfahrten, Museumsbesuche und ein Ausflug in den Botanischen Garten der Universidad Austral de Chile auf der Isla Teja gehören beim Urlaub in Valdivia dazu. Mehr über die Stadtgeschichte mit seinen Bewohnern erfahren Urlaubsgäste im Museum der deutschen Einwanderung.

Punta Arenas – wichtigstes Handelszentrum Chiles

Etwa 130.000 Einwohner leben auf der Brunswick-Halbinsel in der Stadt Punta Arenas, welche die südlichste aller Großstädte weltweit ist. Ganz in der Nähe liegt der Flughafen Presidente Carlos Ibáñez del Campo in Bahía Catalina. Das bedeutsame Handelszentrum dient deshalb Abenteuerhungrigen als Startpunkt für Reisen in die Antarktis oder als Ziel für einen Zwischenstopp, wenn die Falklandinseln auf der Reiseroute liegen.

Punta Arenas

Punta Arenas

Doch nicht nur für Zwischenstopps lohnt sich der Aufenthalt in Punta Arenas. Denn die Stadt im Süden Chiles ist eins der Top Reiseziele in Chile. So laden mehrere Museen ein, mehr über die Geschichte der Seefahrer und der Landesgeschichte Chiles zu erfahren. Die prunkvollen Mausoleen auf dem Friedhof Sara Braun sind für Touristen ebenso interessant. Der Hafen Punta Arenas ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel und wer sich sportlich betätigen möchte, findet in der chilenischen Stadt ein attraktives Sportangebot.

On the Road: Carretera Austral

Lust auf eine Abenteuer-Tour mit dem Motorrad oder Mietwagen? Dann ist die Fernstraße Carretera Austral genau das Richtige für Sie. Weitestgehend unbefestigt führt die Straße mit der Nummer CH-7 (Ruta CH-7) auf circa 1350 Kilometer durch den Großen Süden Chiles. Die von der Augusto Pinochet Militärregierung erbaute Straße geht auf die 1970er Jahre zurück, als der südliche Teil des Landes einzig über den Landweg von Argentinien aus erreichbar war. Sie ist im Norden bei Puerto Montt an die Panamericana (CH-5) angebunden und verläuft in südliche Richtung über Städte wie

  • Chaitén
  • Coyhaique
  • Puerto Ingeniero Ibáñez
  • Chile Chico
  • Coyhaique
  • Cochrane
  • Puerto Yungay
  • Villa O’Higgins

Für die Fahrt über die nationale Längsachse empfiehlt sich ein geländegängiges Fahrzeug, da weite Streckenabschnitte der Carretera Austral aus unbefestigten Schotterpisten bestehen. Abenteurer und Backpacker dürfen nicht nur eine spektakuläre Fahrt über die Ruta CH-7 erwarten, sondern auch unzählige Gelegenheiten für aufregende Abstecher bei diesem Road-Trip durch Chile.

Per Schiff die Top Reiseziele Chile kennenlernen: Kreuzfahrt am Kap Hoorn

Der südliche Zipfel Chiles ist für Urlaubshungrige das Highlight schlechthin. Vor allem, wenn bei einer Kreuzfahrt das Kap Hoorn auf der Reiseroute liegt. Die Wasserroute über den Pazifischen Ozean war einst der einzige Seeweg, um von Europa aus an die Westküste Amerikas zu erreichen. Heute begeistert eine Kreuzfahrt am Kap Horn, über die Magellanstraße und um die vielen großen und kleinen Inseln, welche die Südspitze Südamerikas bilden. Die Magellanstraße ist eine Meerenge, welche das chilenische Festland von Argentinien trennt. Eins der spannendsten Highlights, die bei einer Kreuzfahrt auf der Reiseroute nicht fehlen dürfen, ist die Insel Feuerland. Die größte Insel des atemberaubend schönen Feuerland-Archipels ist Isla Grande de Tierra del Fuego, welche zu Argentinien zählt.

Faszination Chile: Top Reiseziel für Abenteurer

Wer von einer Reise mehr als Sonne und Erholung erwartet, sondern Land, Leute, Kultur und Historie näher kennen lernen will, findet in Chile alles, was dafür benötigt wird. Faszinierende Landschaften, historische Städte, Schauplätze der Menschheitsgeschichte und eine vielschichtige Kultur, geprägt von Abenteurern wie Francis Drake und weiteren wagemutigen Seefahrern garantieren eine unvergessliche Reise, ob zu Lande oder zu Wasser. Bereisen Sie mit uns eines der aufregendsten Länder und lernen Sie mit uns die Top Reiseziele Chile kennen.

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