Die Top Reiseziele Galápagos Inseln

Die zu Ecuador gehörenden Galápagos Inseln sind eine eigene kleine Welt für sich. Sie liegen 1000 Kilometer vom Festland entfernt im Pazifischen Ozean. Von den rund 125 Inseln sind nur fünf von Menschen besiedelt. Die meisten Galápagos Inseln werden ausschließlich von Tieren bewohnt, darunter Arten, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Auch die Flora ist speziell: Galápagos ist kein Tropenparadies und viele Inseln weisen fast gar keine Vegetation auf. Machen Sie sich also vor Ihrer Reise eher auf eine Mondlandschaft, als auf karibisches Flair gefasst, was aber nicht heißt, dass es nicht auch wunderschöne Strände gibt. In den wenigen Städten dürfen Sie den üblichen Komfort erwarten: Galápagos hat sich längst auf die Touristen eingestellt.

Eine typische Kleingruppe auf Galapagos

Die Anreise

Die Anreise zu den Galápagos Inseln erfolgt ausschließlich mit dem Flugzeug. Ganz gleich, ob Sie auf einer Ecuadorrundreise hierherkommen oder ausschließlich für Inselhüpfen auf Galápagos aus Europa anreisen: Sie starten vom ecuadorianischen Festland, entweder von den Flughäfen Guayaquil oder Quito mit den Fluggesellschaften LAN, Tame oder Avianca. Angeflogen werden die Inseln Baltra und San Cristóbal, Kleinflugzeuge können auch auf Isabela landen. Schiffe steuern die Häfen der bewohnten Inseln an. Kleine, unbewohnte Inseln können nur auf einem organisierten Ausflug besucht werden.

Gut zu wissen: Die gesamte Inselgruppe ist ein Nationalpark, weshalb unmittelbar nach der Ankunft eine Eintrittsgebühr gezahlt werden muss. Diese beträgt aktuell 100 US Dollar. Bei einer geführten Tour kann diese Gebühr bereits im Preis inbegriffen sein. Heben Sie auf jeden Fall das Ticket während Ihres gesamten Aufenthaltes auf Galápagos auf!

Reisezeit Galápagos Inseln

Galápagos kann das ganze Jahr über besucht werden. Es gibt zwei Jahreszeiten: Von Dezember bis Juni herrscht die tropische Regensaison, die tropische Trockenzeit findet von Juli bis November statt. Die antarktischen Strömungen sorgen dafür, dass die Temperaturen milder sind, als man aufgrund der Lage genau auf dem Äquator vermuten würde.

Schnorcheln auf Galapagos

Die Natur zeigt sich im Laufe des Jahres immer wieder von einer anderen Seite, vor allem ändert sich das Tierverhalten. Es lohnt sich also, sich genau zu informieren, welches Naturschauspiel und welche Ausflugsmöglichkeiten sich während der für Sie möglichen Reisezeiten bieten. So ist zum Beispiel für Schnorchler die beste Zeit zwischen April und Mai, denn dann bietet sich eine herrliche Unterwassersicht. Im Dezember beginnt die Regenzeit und auf einigen Inseln erwachen die Pflanzen und grünen und blühen wieder.

Aufgrund seiner einzigartigen Flora und Fauna stehen die Galápagos Inseln unter dem Schutz des UNESCO Weltnaturerbes.

Insel Santa Cruz

Santa Cruz ist die bevölkerungsreichste und zweitgrößte der Galápagos Inseln. Auf einer Fläche von rund 986 km² leben 15.000 Einwohner, die meisten im Hauptort Puerto Ayora. Im Hafen der Stadt, die übrigens die größte der Inselgruppe ist, legen Kreuzfahrtschiffe an, welche die Passagiere unter anderem zum Flughafen auf die nahe gelegene Insel Baltra bringen. Puerto Ayora hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, vor allem aber ist die Stadt Ausgangspunkt für Erkundungen weitab der Touristenpfade. Das sind die besten Sehenswürdigkeiten auf der beinahe kreisrunden Vulkaninsel:

Puerto Ayora

Puerto Ayora steht den modernen, wohlhabenden Küstenstädten auf dem ecuadorianischen Festland in nichts nach. Und doch ist der Ort ganz anders, denn hier tummeln sich am Ufer jede Menge Seelöwen und finden sich zur Freude der Touristen viele Pelikane ein. Entlang der Avenida Charles Darwin reihen sich Restaurants, Hotels und Souvenirgeschäfte aneinander.

In Puerto Ayora sollten Sie auf jeden Fall einen Besuch der Aufzuchtstation “Charles Darwin” einplanen. Mehr als 200 Wissenschaftler und Freiwillige arbeiten hier im Bereich Naturschutz und Forschung. Vor allem wegen ihres  Zuchtprogamms für Riesenschildkröten ist die Einrichtung international bekannt. Sie beherbergt unter anderem das Nationalpark-Informationszentrum, ein Babyschildkrötenhaus und ein schon etwas älteres Museum. Exotische Bäume und Kakteen säumen einen Pfad, auf welchem Sie durch die interessante Anlage spazieren und eine Vielzahl von Landtieren beobachten können.

Riesenschildkröte auf Galapagos

Riesenschildkröte auf Galapagos

In unmittelbarer Nähe der Forschungsstation befindet sich ein kleiner Strand, der Playa Estacion, mit riesigen Felsen, feinem Sand und einem kleinen Bereich, in dem auch Kinder schwimmen und planschen können.

Etwas weiter ist der Weg zu einem der schönsten Strände Südamerikas, der Tortuga Bay. Er befindet sich südwestlich von Puerto Ayora. Der lange Sandstrand wird nicht nur von Einheimischen und Touristen gut besucht, sondern auch von Meerechsen, Pelikanen und Flamingos. Sie können hier schwimmen, schnorcheln, surfen oder einfach nur in der Sonne liegen. Ganz wichtig ist es jedoch, dass Sie einen guten Sonnenschutz benutzen und ausreichend Trinkwasser mitnehmen, es gibt an der Tortuga Bay keine Verpflegungsmöglichkeit.

Tortuga Bay - einer der schönsten Traumstrände

Los Gemelos

Die Los Gemelos gehören zu den Sehenswürdigkeiten, welche Sie am besten auf einer geführten Inseltour besuchen. Rundfahrten stoppen hier vor allem für Erinnerungsfotos. Wo sonst hat man schon die Möglichkeit, zwei geologische Krater so nah beieinander zu sehen? Die Pflanzen- und Tierwelt ist ebenfalls beeindruckend. Planen Sie etwa eine halbe Stunde ein, um das spektakuläre Naturschauspiel zu bewundern.

Lava-Tunnel

Während auf den Galápagos Inseln überall Spuren des erloschenen Vulkanismus zu sehen sind, gelten die Vulkantunnel als geologische Besonderheit: Die geschmolzene Lava bildet hier feste Gesteinshüllen in Form von Tunneln, die sich heute auf privatem Grund befinden. Die Grundstücksbesitzer versorgen Besucher mit Informationsmaterial und bieten interessante Führungen an. Tragen Sie für eine Besichtigung der Lava-Tunnel gutes Schuhwerk und nicht gerade Ihre beste Kleidung. Treppen und Steine sind ziemlich rutschig. Teilweise ist der Tunnel extrem niedrig und eng und man kommt nur kriechend oder rutschend voran, sodass, wer unter Platzangst leidet, besser verzichtet und stattdessen einen Spaziergang in der Umgebung machen sollte.

Einer der zahlreichen Lavatunnel auf Galapagos

Einer der zahlreichen Lavatunnel auf Galapagos

Las Grietas

Auch hier hat die Natur etwas Wundervolles geschaffen: Eine mit Wasser gefüllte Felsspalte bietet fantastische Schnorchel- und Bademöglichkeiten. Allerdings ist die Anreise nicht ganz einfach: Mit dem Wassertaxi geht es zu einer Anlegestelle mit empfehlenswertem Restaurant. Die Einkehr lohnt sich und frisch gestärkt folgt ein Fußmarsch vorbei an einer Salzmine und auf dem letzten Abschnitt über Lavagesteinsbrocken. Gutes Schuhwerk ist hier ein Muss!

Las Grietas - Santa Cruz

Cerro Crocker

Auch für diesen Ausflug sollten Sie unbedingt Wanderschuhe tragen: Der Cerro Crocker ist mit 860 Höhenmetern der höchste Punkt der Insel. Zwar ist das keine spektakuläre Höhe, aber auf der Wanderung kann man sich leicht verlaufen, weshalb es empfehlenswert ist, sich nicht ohne Guide auf den Weg zu machen. Die spezielle Vegetation aus Scalesia- und Miconia-Wäldern, Riedgräsern und Farnen, bietet nicht nur ein herrliches Naturerlebnis, sondern ist auch Heimat vieler Tierarten, vor allem seltener Vögel. Auf dem Gipfel angelangt, genießen Sie eine atemberaubende Aussicht über die Vulkanlandschaft der Insel.

Reservat El Chato

Wahrscheinlich haben Sie schon Riesenschildkröten in einem Zoogehege gesehen. Hier, in El Chato, müssen Sie dagegen beinahe aufpassen, nicht über eines der großen Reptilien zu stolpern. Das Schildkrötenreservat bietet sich für einen ausgedehnten Spaziergang an. Wenn Sie sich ruhig verhalten und die Tiere nicht erschrecken, lassen die Riesen sich nicht stören. Andernfalls ziehen sie ihren Kopf ein und treten den Rückzug an. Der Pfad führt ohne nennenswerte Höhenmeter durch einen immergrünen Regenwald. In diesem zwitschern und trällern viele verschiedene Vogelarten.

Insel Baltra mit dem Flughafen

Für die meisten Urlauber beginnt und endet die Reise auf der kleinen Insel Baltra. Sie ist 27 kmgroß und beherbergt den wichtigsten Flugplatz von Galápagos. Erbaut wurde dieser im 2. Weltkrieg von den Amerikanern und diente zur Verteidigung des Panama-Kanals. Bis heute gibt es hier einen Militärstützpunkt, aber keine ständige Wohnbevölkerung. Auf der kleinen ecuadorianischen Marinebasis sind bis zu 400 Mann untergebracht. Obwohl es keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt, hat man sich in kleinem Rahmen auf Touristen eingestellt und bietet in einfachen Läden Souvenirs und Geschenke an. Aber wer möchte schon seine Wartezeit mit Shoppen verbringen? Nutzen Sie diese besser für einen Spaziergang in der Nähe des Flughafens. Vielleicht sehen Sie einen der hier lebenden Landleguane.

Die Insel Santa Cruz liegt nur einen Kilometer nördlich und ist in einer kurzen Überfahrt schnell erreicht. Im dem überschaubaren Hafen von Baltra beginnen und enden auch Kreuzfahrten. Normalerweise werden Reisende hier von einem Reiseleiter in Empfang genommen, sodass Sie sich nicht selber um ein Boot kümmern müssen.

Insel San Cristóbal

San Cristóbal wird von seinen 5500 Einwohnern „Hauptstadt des Paradieses“ genannt. Es ist die einzige Insel von Galápagos mit einem Süßwassersee, sie hat einen Flughafen und viele Sehenswürdigkeiten, die meist leicht erreichbar sind. Die fünftgrößte Insel des Archipels verzeichnet jährlich fast so viele Besucher wie Santa Cruz. Vor allem besticht San Cristóbal mit traumhaften kleinen Stränden. Lesen Sie nachfolgend, was Sie auf San Cristóbal nicht verpassen sollten:

Puerto Baquerizo Moreno

Die Hafenstadt ist der politische Sitz der ecuadorianischen Provinz Galápagos. Sie liegt an der Südwestküste und lebt von Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus und Kunstgewerbe. Der Flughafen der Stadt bietet regelmäßige Flüge auf das Festland. Malecon, der Dorfplatz, wurde ausschließlich aus natürlichen Materialien geschaffen, die Bänke laden zum Ausruhen ein und auf der Plaza finden hin und wieder Abendkonzerte statt.

Ankunft auf San Cristobal

Playa Mann

Nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt, lockt dieser schöne, kleine Strand mit weißem Sand und kristallklarem Wasser. Hier können Sie stundenlang ausspannen, sonnenbaden, schwimmen und die zahlreichen sich tummelnden Seelöwen beobachten. Imbissbuden versorgen die Touristen mit gegrilltem Mais und Fleisch. Übrigens zeigt sich der Sonnenuntergang am Playa Mann besonders eindrücklich.

Seelöwen auf Galapagos

Playa Punta Carola

Auf einem Spaziergang erreichen Sie in etwa einer Viertelstunde von der Stadt entfernt Punta Carola. Der Ausflug zu diesem tierreichen Strand kann gut mit einem Besuch des Centro de Interpretacion verbunden werden. Neben Schnorcheln, Sonnenbaden und Surfen sind es die Tiere, die Besucher aus aller Welt anziehen. Es ist ein großartiger Ort, um Schildkröten, Seelöwen, verschiedene Vögel, Stachelrochen, Krabben und Leguane zu beobachten.

Cerro Brujo

Der an der Westseite von San Cristóbal gelegene riesige Strand gilt mit seinem Sand wie Puderzucker und türkisfarbenen Wasser als einer der schönsten Strände von Galápagos. Das wissen unter anderem auch Kanadareiher und Silberreiher zu schätzen, die hier häufig anzutreffen sind. Ausserdem sind am Cerro Brujo Blaufußtölpel- und Seelöwenkolonien beheimatet.

Galapaguera

Galapaguera ist ein Teil des sich ganz im Südwesten der Insel befindenden Nationalparks. Am besten gelangen Sie mit einem Taxi zum Park. Der Ausflug ist absolut empfehlenswert, denn hier leben Riesenschildkröten unter weitestgehend natürlichen Bedingungen. Die Gegend ist nicht überlaufen und man trifft nur wenige Menschen an.

Playa Ochoa

Diese hufeisenförmige Bucht im Westen der Insel verzaubert mit schneeweißem Sand und flach abfallendem Wasser und ist ein ideales Ziel für Schnorchler. Gäste teilen den Strand mit Pelikanen, Seelöwen, Blaufußtölpeln und Fregattvögeln. Zu Fuß gelangen Sie allerdings nicht in dieses abgelegene kleine Paradies: Entweder paddeln Sie mit einem Kajak zur Playa Ochoa oder Sie mieten einen Guide, der Sie mit einem Boot hierherbringt.

Fregattvogel auf Galapagos

Los Galápagos

Am nördlichsten Zipfel von San Christobal können Sie mit etwas Glück wildlebende Galápagos-Riesenschildkröten sehen. Das Hochlandgebiet ist schwer zugänglich: Man fährt entweder mit dem Boot zur Bucht an der Nordküste und wandert ins Hochland hinauf, oder es geht mit dem Auto zur Lagune El Juneo, von wo ebenfalls eine Wanderung ins Schildkrötengebiet gestartet werden kann. Die Wanderwege sollten nicht verlassen werden.

Centro de Interpretación

Ein Zwischenstopp im Centro de Interpretacion lohnt sich vor allem dann, wenn Sie etwas über die Geschichte und Kultur von Galápagos erfahren möchten. Das Zentrum ist frei zugänglich und liefert viel Wissenswertes über Geologie und Forschungsgeschichte der Galápagos Inseln.

Kicker Rock

Beim Kicker Rock handelt es sich um einen markanten vulkanischen 140 m hohen Felsen, der mitten im Meer steht. Für viele Schnorchler ist der Kicker Rock das beste Ziel auf den Galápagos Inseln. Die Unterwasserwelt gibt hier wirklich alles: Riesige, farbenprächtige Fischschwärme ziehen vorbei, auch Kugelfische und Papageienfische sind zu sehen. Adlerrochen, Galápagos-Haie und Schildkröten fühlen sich ganz in ihrem Element. Der geführte Bootsausflug führt nicht nur zum Felsen, sondern stoppt auch am Strand „Manglecito“ , wo Ausflügler Zeit haben, den Klippenkrabben zuzuschauen, Sonne und den Strand zu genießen.

Der markante Kicker Rock

 Insel Isabela

Mit 4588 kmist die Isla Isabela die größte des Archipels. Sie ist noch relativ jung und einige Vulkane sind noch immer aktiv. Zuletzt brach der Volcan Sierra Negra 2005 aus und spuckte eine 20 km hohe Aschesäule in die Luft. Das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, die Sehenswürdigkeiten der Insel zu besuchen. Sofern eine Gefahr besteht, dass der Vulkan erneut ausbrechen könnte, würden Touristen rechtzeitig gewarnt und die Region für Ausflüge gesperrt.

Puerto Villamil

Rund 2200 Einwohner leben in der Stadt Puerto Villamil an der Südküste. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die moderne Kirche Cristo Salvador mit ihren farbenfrohen Wandmalereien, welche die Landschaft der Insel Isabela zeigen. Etwa fünf Kilometer von der Stadt entfernt beeindrucken Reste eines Strafgefangenenlagers. Die hier zu sehende „Mauer der Tränen“ wurde aus vulkanischem Gestein erbaut, welches die Sträflinge ohne Maschinen vom Vulkan Sierra Negra herbeischleppen mussten. Wie das möglich war, kann sich der Besucher kaum vorstellen.

Die Stadt verfügt über einen Yachthafen sowie Hotels, Tourenanbieter und Restaurants. Es gibt auch einen Fahrradverleih. Der lange Sandstrand ist ideal für Wassersportler.

Vulkan Sierra Negra

Sie brauchen gute Trekkingschuhe und eine Portion Abenteuerlust, um sich auf den Weg durch die bizarre Landschaft am Vulkan Sierra Negra zu machen. Er ist 1490 m hoch und erhebt sich nordwestlich des kleinen Dorfes Santo Tomas. Verschiedene Pfade führen teilweise bis ganz nach oben. Nehmen Sie ausreichend Essen und Trinken mit, unterwegs können Sie sich nicht verpflegen. Es gibt aber die Möglichkeit, ein Pferd oder für einige Strecken auch einen Jeep zu mieten. Erkundigen Sie sich vor Ort über die aktuellen Begebenheiten, es handelt sich um einen aktiven Vulkan! Aber nicht nur der mächtige Berg zieht Touristen an, unterwegs können wie überall auf den Galápagos Inseln unzählige Tiere angetroffen werden. Vor allem eine grosse Artenvielfalt von Vögeln werden Sie unterwegs zu hören und zu sehen bekommen.

Vulkan Sierra Negra

Los Tuneles

Zwischen Mangroven und dem offenen Meer befindet sich ein einmaliges Schnorchelgebiet, gebildet aus vielfältigen Lavaformationen: Los Tuneles ist ab Puerto Villamil auf einer rund halbstündigen Bootsfahrt erreichbar. Hier werden Sie unter anderem auf Weißspitzenriffhaie,  Adler- und Mantarochen, Meeresschildkröten, Seelöwen und Seepferdchen treffen.

Concha de Perla

Diese herrliche Schnorchel-Bucht ist von Puerto Villamil aus gut zu Fuß erreichbar. Je nach Jahreszeit sind hier Meeresschildkröten sowie viele farbenfrohe Fische zu sehen und außerdem watscheln die liebenswerten Pinguine, für die diese Region bekannt ist, über die Klippen. Seehunde und Robben räkeln sich am Strand und auch Leguane fühlen sich hier wohl. Concha de Perla ist auch für Schnorchel-Anfänger gut geeignet. Die Ausrüstung kann günstig gemietet werden.

Insel Floreana

Floreana ist eine der bewohnten Galápagos Inseln. Sie hat eine Fläche von 173 km² und zählt gerade mal 100 Einwohner. Einst war sie ein beliebter Stützpunkt von Piraten und Walfischjägern. Möchten Sie sich schon vor Ihrem Urlaub auf dieses kleine Inselparadies einstimmen, ist ein Roman zu empfehlen: „Postlagernd Floreana: Ein außergewöhnliches Frauenleben am Ende der Welt“. Geschrieben hat es die Kölnerin Margret Wittmer, die im Jahre 1932 mit ihrer kleinen Familie hierherkam und ein ungewöhnliches Siedlerleben begann. Die Ära der deutschen Besiedlung begann schon drei Jahre früher, damals ließen sich ein Berliner Zahnarzt und eine Lehrerin auf der noch unbewohnten Insel nieder, nachdem beide ihre Ehepartner verlassen hatten und ein alternatives Leben anstrebten. In der Folge gab es einige Todesfälle, die bis heute ungeklärt blieben und wie ein Fluch über der Insel liegen.

Ecuadorianer zog es erst nach dem 2. Weltkrieg auf die Insel Floreana. Die einzige Siedlung auf der Insel ist Puerto Velasco Ibarra, deren Einwohner vor allem von der Landwirtschaft leben.

Die Insel Floreana hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie sie nur hier zu finden sind. Übrigens ist auch die Vegetation interessant: Auf Floreana gibt es Regionen, die sehr kahl sind und wo vor allem Kakteen wachsen, während die Fauna an den Hängen der Vulkankrater an Regenwälder erinnert.

Playa Negra

Locken auf anderen Inseln schneeweiße Strände, so finden Sie hier das ganze Gegenteil: Der Playa Negra ist schwarz. Sie können mit riesigen Schildkröten baden und schnorcheln und die Ruhe genießen. Der Strand ist nicht überlaufen und Scharen von Touristen werden Sie kaum antreffen, dafür aber Pelikane, Leguane, Seelöwen und unzählige Klippenkrabben.

Steinfiguren

In der Nähe einer Quelle befindet sich ein riesiger, aus Stein gehauener Kopf, der an jene auf den Osterinseln erinnert. Genaueres ist über diesen mystischen Ort nicht bekannt.

Teufelskrone

Der Kegel des im Norden der Insel aus dem Meer ragenden Vulkans ist stark erodiert. Hier bieten sich hervorragende Voraussetzungen zum Schnorcheln und Tauchen. Farbenfroh präsentiert sich die Unterwasserwelt mit Korallen und exotischen Fischen, wie Lippfischen und Doktorfischen.

Inselhüpfen in Galápagos

Wer die weite Reise auf das Archipel im Pazifik auf sich nimmt, möchte natürlich so viel wie möglich sehen und erleben. Galápagos ist ein fantastisches Reiseziel für Backpacker und ideal zum Inselhüpfen. Auch wenn man nicht auf allen Inseln übernachten darf, so gibt es doch die Möglichkeit, auf Tagesausflügen so viel wie möglich von diesem Naturparadies zu sehen und zu erleben. Egal, auf welcher Insel Sie ankommen, Sie werden sofort zahlreiche tierische Bewohner antreffen.

Gut zu wissen!

Die enorm artenreiche Tierwelt hat nie gelernt, den Menschen zu fürchten und flüchtet nicht. Aber Galápagos ist kein Streichelzoo! Niemals sollten Sie Tiere füttern, anlocken oder vertreiben. Sie werden von Seelöwen und Co geduldet, aber mitunter reagiert auch der eine oder andere genervt, wenn Sie ihm zu nahetreten. Passen Sie stets auf, wohin sie treten, um nicht aus versehen den Schwanz eines Leguans zu erwischen.

Kreuzfahrten auf Galápagos sind nicht das, was Sie sich bisher darunter vorstellten. Vergessen Sie Luxus an Bord und tolle Häfen: Es handelt sich lediglich um Schiffe, die zwischen den Galápagos Inseln unterwegs sind und Ihnen ermöglichen, unbewohnte Inseln, von denen wir Ihnen untenstehend einige der interessantesten vorstellen, zu besuchen. Einen Hafen haben diese Inselchen natürlich nicht und so heißt es manches Mal: Schuhe ausziehen, lange Hosen hochkrempeln und durchs Wasser aufs Festland waten.

Die richtige Ausrüstung für Galápagos sind Trekkingklamotten. Schicke Kleider können Sie getrost daheimlassen.

Die Kreuzfahrtschiffe fahren nach bestimmten Plänen, die so aufeinander abgestimmt sind, dass niemals mehrere Gruppen auf einer Insel landen. Der Naturschutz ist oberstes Gebot und deshalb dürfen die meisten Sehenswürdigkeiten auch nur mit einem Guide besucht werden.

Insel Española

Isla Española ist die südlichste Insel des Archipels und aufgrund der Entfernung von Santa Cruz steuern kleinere Ausflugsboote die Insel selten an. Zwischen März und Dezember können Sie einen der interessantesten Meeresvögel bewundern: Auf Española gibt es nämlich die einzige Kolonie des Galápagos Albatros. Die Population der Riesenschildkröten war stark zurückgegangen, nachdem in den 60er Jahren Ziegen eingeschleppt wurden und außerdem Jäger ihr Unwesen trieben. Inzwischen hat die Zahl der beeindruckenden Reptilien dank eines Renaturierungsprojektes wieder deutlich zugenommen.

Sehr schön ist der weiße Sandstrand in der nordöstlichen Ecke der Insel, wo Sie schwimmen können. Bei einem Spaziergang ist jedoch Vorsicht geboten: Hier lebt eine sehr grosse Seelöwenkolonie, deren Bullen Ihr Erscheinen als eine Herausforderung betrachten könnten. Also besser einen Bogen um die Herren machen!
Im Osten des Strandes fühlen sich Meerechsen und Klippenkrabben wohl. Ein kleines Inselchen unweit vor der Küste von Española ist bei Schnorchlern sehr beliebt. Die Vielfalt der Unterwasserwelt ist gigantisch: Sie können hier Seesterne, Hammerhaie, Weißspitzenriffhaie, Rochen, Fledermausfische und Seesterne sehen.

Insel Fernandina

Gelten alle Galápagos Inseln als Tierparadies, so hat Fernandina noch etwas mehr zu bieten: Tausende Meerechsen sind hier zu Hause. Sie räkeln sich träge auf schwarzen Lavaformationen in der Sonne. Der Anblick lässt den Atem stocken und übertrifft die Erwartungen jedes Besuchers. Galápagos Bussarde segeln in der Luft und vereinzelt sind Meeresschildkröten, Galápagos Pinguine und Seelöwen zu sehen.

Insel Seymour

Die Insel Seymour liegt, wie auch Baltra, nördlich von Santa Cruz. Hier werden Sie wahrscheinlich dem Drusenkopf begegnen, das ist ein Leguan mit typischem Schuppenkamm. Diese beeindruckenden Tiere können bis zu einem Meter lang und sechs Kilo schwer werden. Über 150 Vogelarten wurden in Baltra und Seymour gezählt, darunter der Fregattvogel, der Rotschnabel-Tropik-Vogel und der Blaufußtölpel.

Islas Plazas

Unmittelbar vor der Ostküste von Santa Cruz liegen die Islas Plazas. Besucht werden darf nur die Plaza Sur, das heißt, die südliche der beiden Inseln. Die nördliche kann nur von Wissenschaftlern betreten werden. Zu den tierischen Highlights zählen Braunpelikane, Fregattvögel, Rochen, Landleguane, Gabelschwanzmöwen und viele mehr. Entlang der Küste lebt eine grosse Seelöwenkolonie. Beeindruckend ist auch die Flora des Inselchens. Das schwarze Felsgestein ist mit dickem, grünen Seegras bewachsen, in dem die orange-roten Klippenkrabben wie Dekorationen aussehen. Der Kontrast von Pflanzen und Tieren fällt auch auf dem Land auf: Wie ein Teppich bedecken Sesuvium-Planzen die Insel und ändern je nach Saison ihre Farbe von saftigem Grün bis zu intensivem Rot. Außerdem wachsen hellgrüne Opuntien-Kakteen. Und mittendrin sitzen Landleguane mit ihrer gelblichen Tönung und warten darauf, dass von den Kakteen die leckeren Früchte herabfallen. Ein Pfad führt über die Insel und während Sie auf diesem entlangwandern, zeigt sich die Tierwelt von Galápagos von seiner schönsten Seite.

Plazas Galapagos

Insel Bartolomé

Bartolomé ist eine der Inseln, die Sie beim Inselhopping keinesfalls auslassen sollten. Sie ist ein beliebtes Ziel von Bootstouren und das nicht ohne Grund: Das kleine Inselchen bietet, wenn man dem Pfad hinauf auf den 114 m hohen Vulkangipfel folgt, einen atemberaubenden Ausblick. Bohlenwege und Treppen sollten benutzt werden, aber ökologisch bewusste Besucher werden die vorgegebenen Pfade ohnehin nicht verlassen. An kleinen, schönen Sandstränden ist das Baden mit Meeresschildkröten möglich, Schnorchler sind begeistert von der Farbenpracht der tropischen Fische. Auf Bartolomé lebt eine Pinguinkolonie, an welche man relativ nah herankommt und die faszinierenden Tiere beobachten und fotografieren kann.

Bartolome

Isla Lobos

Die Seelöweninsel Lobos hält, was ihr Name verspricht: In aller Ruhe kann man hier unendliche viele Seelöwen beim Faulenzen am Strand beobachten. Am besten erreichen Sie die Isla Lobos von San Cristóbal aus. Machen Sie sich aber darauf gefasst, dass Sie keine frische Meeresbrise atmen werden: Seelöwen riechen stark. Und zwar nach totem Fisch! Und hier gibt es wirklich sehr viele dieser Tiere. Wahrscheinlich nehmen Sie das aber gerne in Kauf, denn wo sonst können Sie ein solches Naturspektakel erleben?

Isla Lobos

Insel Genovesa

Die Isla Genovesa ist auch als Tower Island oder Booby Island bekannt. Auch hier erwartet den Besucher eine einzigartige Fauna. Vor allem die außergewöhnliche Vogelwelt zieht viele Besucher an. Am häufigsten sind Darwin-Finken und Rotfußtölpel anzutreffen. Vom Prince Phillips Steps führt ein schöner Wanderweg über die Klippen zu vielen Brutplätzen. Weitere gefiederte Attraktionen sind die unzähligen Wellenläufer, die Sumpfohreulen und die Galápagos Tauben. Zudem können Sie auf Genovesa Seelöwen und Galápagos-Seebären beobachten. Wer schnorcheln möchte, wird dies möglicherweise mit einem Schwarm Hammerhaien tun.

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